Cross-X-Innovation

Cross-Industry-Innovation liegt im Trend. Was spricht dagegen, das Konzept über die Industrie hinaus auszudehnen, und beispielsweise zwischen einer Sportart und Industrie, oder zwischen einer Kunstrichtung und Industrie nach wechselseitigen Analogien und nach Anregungen für das Wirtschaftsleben zu suchen? Nichts? Dann nennen wir es doch einfach Cross-X-Innovation und begleiten Sie mich bitte gerne durch ein kurzes Beispiel:

Eishockey gilt als eine der schnellsten Mannschaftssportarten der Welt. Exzellentes Teamwork, Taktik, Kreativität und individuelle Leistung sind wesentliche Erfolgsfaktoren, die sich auch im Wirtschaftsleben finden. Nehmen wir hierzu drei Zitate eines anerkannten Meisters seiner Branche:

Wayne Gretzky wird von Fachleuten als einer der mit Abstand besten und erfolgreichsten Spieler der Eishockeygeschichte eingeschätzt. Er zeichnete sich weniger durch physische Kraft aus, als durch Antizipation, Agilität und Spielphantasie.

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„A good hockey player plays where the puck is. 
A great hockey player plays where the puck is going to be.“
Wayne Gretzky

Ich finde dieses Zitat ausgesprochen passend für die Bereiche Strategie und Innovation: Wo die eigene Geschwindigkeit nicht wesentlich größer ist, als die Dynamik des umgebenden Systems, dort ist intelligente Vorausschau angebracht. Um es plastischer zu machen: Als die NASA die Mondrakete abschoss, zielte sie nicht auf die aktuelle Position des Mondes, sondern dorthin, wo er nach der Flugdauer der Rakete sein würde (was relativ genau berechenbar ist). In ähnlicher Weise muss Innovation in einem dynamischen Wirtschafts- und Sozialleben antizipieren, d.h. ein heute gestartetes Innovationsprojekt muss unter jenen Randbedingungen erfolgreich sein, welche zum geplanten Zeitpunkt seiner Umsetzung voraussichtlich herrschen (was meist nicht genau berechenbar ist). Diese Planung des zukünftigen Zusammentreffens von Angebot und Ziel verhindert, dass man quasi in der Rolle des Achilles von Zeno´s Schildkrötenparadoxon landet, und unterstreicht die WIchtigkeit, mit Kunden, Lieferanten und Partnern oft genug nachzudenken, was diese in der Zukunft wollen, brauchen oder anbieten werden, entsprechende Handlungen abzuleiten und die gesamte Roadmap der Organisation (incl. HR, Finance, Produktion,…) entsprechend vollständig und konsistent zu halten.

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Auch zum Thema Strategie findet sich Interessantes:

„That’s my whole strategy: Find Open Ice.“

So kommentiert Gretzky seine erfolgreiche Spielweise, harten Körperkontakt mit schwereren Spielern zu meiden und stattdessen durch agiles Passspiel freie Räume zu nutzen. Übersetzt auf den wirtschaftlichen Kontext drängen sich hier Parallelitäten zur Blue Ocean Strategie auf. Klar ist auch, dass das Konzept des schnellen Passspiels umso besser funktioniert, je eingespielter das Team ist, d.h. individuelle Stärke wird durch Vernetzung veredelt. Je nach Bedarf kann man Musterbeispiele für abgestimmtes Teamwork natürlich auch in vielen anderen Sportarten finden (ein Formel 1-Boxenstop ist zB ein besonders schönes Sinnbild für ein SMED Projekt).

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Papier ist geduldig, die Erfolgsrechnung ist es nicht. Last but not least zählt im Eishockey wie in der Wirtschaft der Erfolg. Optionen werden entwickelt, Risiken abgewogen, Entscheidungen getroffen. Der Top-Scorer der Eishockeyspieler hatte hierfür auch kein hundertprozentiges Erfolgsrezept, aber eine sichere Regel:

„You miss 100% of the shots you don’t take.“

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