Real-Time-Kostenmessung im Produktionsmanagement

„Ich schaue doch meinen Millionen nicht beim Stehen zu.“ soll der Eigentümer eines höchst erfolgreichen österreichischen Unternehmens zum Thema stillstehender Produktionsmaschinen gesagt haben.

Aber kann man die visuelle Wahrnehmung einer vergebenen Ertragschance unmittelbar quantifizieren, eventuell sogar passende Kennzahlen in real-time visualisieren? Möglicherweise nicht immer, aber in manchen Fällen: ja!

Nehmen wir beispielsweise den Fall einer einstufigen kontinuierlichen Fertigung. Auf einer Produktionsanlage werden Rohstoffe (plus Medien, Betriebsstoffe,..) zugeführt und zu einem Endprodukt verarbeitet, welches von der Anlage abgeführt wird. Nehmen wir weiter an, dass eine saubere Kostenrechnung zur Fabrikation dieses Produktes auf ebendieser Maschine existiert: Die geplanten Rohstoffkosten werden entsprechend der Planrezeptur und den Plankosten berücksichtigt, die geplanten Verarbeitungskosten entsprechend den maschinen- und produktspezifischen Produktionsparametern, Kosten für Energie, Medien, Werkzeuge, Verbrauchsmaterial und dem Stundensatz.

Nun zum Ist-Wert: Wenn es gelingt, alle kostenrelevanten Parameter real-time zu überwachen, lässt sich der Plan-Kostenrechnung, oder -noch besser- der Soll-Kostenrechnung die Ist-Kostenrechnung in Echtzeit gegenüberstellen

Anhand der korrekten Verknüpfung relevanter Datenquellen können damit die Ist-Kosten pro Mengeneinheit, oder pro Zeiteinheit in Echtzeit ermittelt werden und den Planwerten oder Sollwerten gegenübergestellt werden. Daraus ergibt sich eine (positive oder negative) Real-Time-Kostenabweichung.

Ist ein entsprechender Preis (zB durchschnittlicher IST Preis) für das Produkt verfügbar, kann sogar ein Real-Time-DB berechnet werden – und damit der DB-Entgang durch Maschinenstillstand, womit wir den Kreis zum Anfang des Artikels geschlossen haben.

Die Real-Time-Kosten eignen sich ausgezeichnet für das Produktionsmanagement. Als Momentanzeige oder auch als „Fieberkurve“ verleihen sie der Produktionseffizienz mehr Transparenz und (what you can´t measure you can´t control) Kontrollierbarkeit. Die Bedeutung eines Verlustes an „kg“ oder „min“ ist für die meisten schwerer in seiner Bedeutung zu ermessen, als derselbe Verlust in „€“ oder „Energy-Drink-Äquivalent“. Einprägsame Anzeigen können auf großen Bildschirmen in der Produktion angebracht werden und dem Vorübergehenden oder den bei einer Produktionsbesprechung Versammelten einen schnellen Eindruck des Status geben. Als Bildschirmhintergrund oder App am Notebook der Produktionsverantwortlichen angebracht, erlauben sie diesen Einblick rund um die Uhr. Aber Achtung! Sollten Sie praktischen Gebrauch von dieser Option machen, nachts und am Wochenende interessierte Anfragen in die Produktion zu beamen, warum denn diese oder jene Anlage laut Dashboard unter Plan läuft, sollten Sie mit den Betroffenen geeignete Begleitmaßnahmen auf sozialer Ebene einleiten.

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